„Schule“ ist ein Fremdwort.

Es stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Freie Zeit“ oder „Muße“. Gemeint war ein Freiraum für Beschäftigungen, die nicht dem Nützlichkeitszwang unterworfen waren. Das Prinzip einer solchen Schule verträgt sich nicht mit Bewertung und Benotung. Vielmehr erfahren die Schüler ihre Belohnung von innen, durch ihr eigenes Staunen über ihre Fähigkeiten und ihre Freude an der Gestaltung. Eine solche Schule im ursprünglichen Wortsinn ist die FREIE KUNSTSCHULE LEER. Das Ziel der Bildungsarbeit in einer solchen Schule ist der selbständige und selbstbestimmte Mensch.

Diese Bildungstheorie, die sich diametral von der heutigen Konzeption der allgemein- und berufsbildenden Schulen unterscheidet, trägt der notwendigen Veränderung des gesellschaftlichen Charakters der Erwerbsarbeit Rechnung. Sie wird von Erich Ribolits in dem folgenden Text analysiert.

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Die FREIE KUNSTSCHULE LEER

... richtet sich an Menschen jeden Alters, die Interesse an bildender Kunst und anderen Künsten haben. Wer seine Begabungen entfalten und sich in einem fortlaufenden zweckreien Lernen entwickeln will, der ist bei uns richtig. Unser Ziel ist der eigenschöpferische Mensch, der sich mit künstlerischen Techniken gründlich vertraut macht, und auf diese Weise zum kritischen, kenntnisreichen Teilhaber und Betrachter wird. So gehört zu unserem Angebot auch der Besuch der Ausstellungen des Böke-Museums und der Kunsthalle in Emden.

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