Die Theaterwerkstatt

Die Theaterwerkstatt der Kunstschule arbeitet interdisziplinär und altersübergreifend. Kulissen und Requisiten, Plakate und Programmhefte werden von Teilnehmern der Wochenkurse und ihren Dozenten erarbeitet.

Der zebrochne Krug

Heinrich v. Kleist

 

Erzählt wird im Wesentlichen eine Gerichtsverhandlung in "Echtzeit". Dorfrichter Adam hat sich unter einem Vorwand Zugang zur Kammer der jungen Frau Eve verschafft, um ihr eine Liebesnacht abzunötigen. Doch Eves Verlobter Ruprecht ist überraschend aufgetaucht und bei seiner überstürzten Flucht hat Adam einen wertvollen Krug zerbrochen. Den will Eves Mutter Marthe nun ersetzt haben. Dahinter verbirgt sich natürlich die Sorge um die Ehre und die Jungfräulichkeit ihrer Tochter. Noch allerdings weiß niemand außer Eve, ( die guten Grund hat, zu schweigen,) dass der Richter selbst der Täter ist. Dessen Versuch, den Hals aus der Schlinge zu ziehen, wird wesentlich erschwert durch das Auftauchen eines Revisors, des Gerichtsrats Walter. Außerdem sägt der Schreiber Licht, der lange schon selbst gern Dorfrichter wäre, mit Genuss an Adams Stuhl… Eine Dorf-Geschichte wie aus dem niederdeutschen Theater und eine der meisterlichsten Komödien der deutschen Literatur zugleich.


In der Inszenierung von Ludwig Brundiers spielen: Christoph Meskendahl den Dorfrichter Adam und Annika Fasse die Eve. Ihr biederer Verlobter ist Patrick Stahlhut, ihre streitbare Mutter Marthe Thabea-Elaine Westphal. Der gestrenge Gerichtsrat wird gegeben von Dieter Zimmermann, der intrigante Schreiber Licht von Moyo von Wahlert. Kompliziert wird die Geschichte noch von der Zeugenaussage der Nachbarin Brigitte (Jolene Mestmacher), die meint, in Adam den Teufel erkannt zu haben – und schließlich ist da noch Ruprechts Vater Veit Tümpel, ein misstrauischer Bauer, der seinem Sohn alles Böse zutraut. Wie die Verwicklung sich löst, ist absehbar und doch überraschend…

Weitere Vorstellungen am 22. Und 29. Mai, jeweils um 20:00 im Theater in der Kunstschule (Eingang Garrelsstraße). Der Eintritt beträgt 8,00 €, Schüler die Hälfte. Platzreservierung unter 0491-9922555 im Böke-Museum.

Bis zum Beginn der Sommerferien stehen auf dem Spielplan der Kunstschule darüber hinaus: „Der Menschenfeind“ von Molière, „Die Liebenden in der Untergrundbahn“ von Jean Tardieu und die Kriminalkomödie „Acht Frauen“ von Robert Thomas.